Ab ins Gefängnis
14. Juli 1967
Das Frühstück schmeckt irgendwie nicht wie sonst. Der Kopf ist noch schwer von der vorabendlichen Feier, und wir Täuflinge werden von allen Seiten merkwürdig bedauernd angesehen. Und wie erwartet erscheinen plötzlich wieder diese schwarzhäutigen, bastrockbekleideten Wilden, diesmal begleitet von einem pickelhaubenbewehrten Polizisten, und man teilt uns mit, daß demnächst der Meeresgott an Bord eintreffen würde und wir schmutzigen Gestalten aus diesem Grunde "aus dem Weg geräumt" würden. Ab ins Gefängnis!


Die Delinquenten, mit schwerem Tauwerk gefesselt, auf dem Weg ins Gefängnis

Das Gefängnis, in dem wir die nächsten Stunden schmachten sollten, ist ein eisernes Schapp, welches sich an Deck befindet, und in welchem normalerweise Werkzeuge, Farbeimer und Tauwerk gelagert werden. Man kann sich vorstellen, daß ein solches eisernes Schapp in der glühenden Äquatorhitze nicht gerade ein einladender Aufenthaltsort ist. Zu allem Überfluss und um die Qualen zu vollenden wird auf dem Stahldach auch noch eine sogenannte "Rostmaschine" eingeschaltet, eine mit Pressluft angetriebene rotierende Schleifscheibe, die normalerweise zum Entfernen alter Farbe eingesetzt wird. Der Lärm ist nahezu unerträglich, und doch gibt es kein Entrinnen.
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